Personen

Thomas Barth, Dr., ist seit dem Jahr 2014 akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl Soziale Entwicklungen und Strukturen des Instituts für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach dem Magisterstudium der Soziologie und Politikwissenschaft an der FSU Jena, war er Stipendiat im Promotionskolleg „Demokratie und Kapitalismus“ der Rosa Luxemburg Stiftung an der Universität Siegen und schloss die Promotion im Jahr 2013 ab. Seine Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in den Bereichen gesellschaftliche Naturverhältnisse, politische Soziologie sowie Arbeit und Nachhaltigkeit (Environmental Labour Studies). Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung zu betreiben, heißt für ihn, v.a. den Verbindungen zwischen Machtverhältnissen, unterschiedlichen Organisationsformen von Arbeit und globalen sozial-ökologischen Ungleichheiten unter dem Gesichtspunkt vorherrschender Nicht-Nachhaltigkeit nachzugehen. Er ist u.a. Mitglied der Arbeitsgruppe Nachhaltige Arbeit – Die sozial-ökologische Transformation der Arbeitsgesellschaft des Deutschen Komitees für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth.

Cristina Besio, Prof., Dr., ist seit 2014 Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Organisationssoziologie an der Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg. Zentral für ihre Forschung ist die Analyse des Verhältnisses zwischen Organisation und Gesellschaft. Dies wird schwerpunktmäßig am Thema „Moral, Ethik und Organisation“ untersucht anhand der Frage, welche Strategien verschiedene Organisationen entwickeln, um (welt-)gesellschaftliche Wertvorstellungen in ihren Strukturen und Arbeitspraktiken zu verankern. Dazu gehört einerseits die Analyse gesellschaftlicher Werte und Normen etwa in massenmedialen Diskursen und andererseits die Darlegung interner Organisationstrukturen und Entscheidungsprozesse. „Nachhaltigkeit“ gehört zu den wichtigsten von ihr untersuchten Werten, die Organisationen übernehmen, re-spezifizieren und mitgestalten.

Katharina Block, Prof. Dr. ,  ist Juniorprofessorin für Sozialtheorie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie studierte Soziologie, Kulturwissenschaften und Psychologie an der Universität Bremen. 2015 promovierte sie in der Philosophie mit der wissenschaftstheoretischen Arbeit „Von der Umwelt zur Welt. Der Weltbegriff in der Umweltsoziologie“ bei Christian Bermes (Universität Koblenz-Landau) und Hartmut Rosa (Friedrich- Schiller-Universität Jena). Nach einem Forschungsstipendium des Human Dynamics Centre (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) lehrte sie zudem an der Leibniz Universität Hannover. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sozialtheorie, Gesellschaftstheorie, Philosophische Anthropologie, Phänomenologie, Wissenssoziologie, Wissenschaftstheorie (insb. das Verhältnis von Anthropologie und Soziologie sowie die Soziologie der Nachhaltigkeit. Perspektiven auf Nachhaltigkeit sind für Katharina Block insbesondere bezüglich der darin vorausgesetzten Naturverständnisse, anthropologischen Annahmen sowie den daraus resultierenden handlungstheoretischen Annahmen interessant. Insofern ist ihre eigene Perspektive auf Nachhaltigkeit primär eine wissenschaftstheoretische und präsuppositionsanalytische, mit der sie einen Beitrag zu einem (selbst)reflexiven Zugang zum soziologischen Gegenstand Nachhaltigkeit leisten möchte.

Stefan Böschen, Prof. Dr. phil. Dipl.-Ing, ist Professor für Technik und Gesellschaft am HumTec der RWTH Aachen. Studium des Chemieingenieurwesens, der Philosophie und Soziologie in Erlangen-Nürnberg, Diplom als Chemie-Ingenieur, Promotion und Habilitation in Soziologie. Die Professur Technik und Gesellschaft verfolgt eine doppelte Perspektive. Erstens geht es darum, transdisziplinäre Innovationsräume zu verstehen und zu gestalten. Dabei reicht das Spektrum von ko-produktiven Prozessen in Forschung und unternehmerischer Innovation bis hin zu Reallaboren und Formen sozialer Innovation. Zweitens widmet sich der Lehrstuhl der Aufgabe, mittels feldtheoretischer Ansätze die Veränderung von Ordnungsmustern in Wissensgesellschaften der Gegenwart zu beobachten und zu erklären („Transformationsanalytik“). So erhält erstens die Frage nach der Nachhaltigkeit eine spezifische gesellschaftstheoretische Fundierung. Denn die Nachhaltigkeit einer Entwicklung muss sich an der schwierigen Balance zwischen Stabilität und Wandel, zwischen Stabilisierung und experimentellem Erproben bemessen. Zudem kommt zweitens der Typus problem-orientierte Forschung zentral in den Blick. Die Untersuchung von Prozessen unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit bedarf einer besonderen Aufmerksamkeit auf die Form, Wissen zu erzeugen und zu bewerten.

Sascha Dickel, Dr., ist Juniorprofessor für Mediensoziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Forschungsschwerpunkt liegen in der Analyse sozio-technischer Visionen, digitalen Partizipationsformen und den Ambivalenzen zeitgenössischer Natur/Technik-Verhältnisse. Er hat mehrere Bücher zu diesen Themen herausgegeben und zahlreiche Aufsätze verfasst, die in sozialwissenschaftlichen Fachzeitschriften erschienen sind. Gegenwärtig arbeitet er zum Thema Citizen Science als neuem Partizipationsmodus in der Wissenschaft sowie der Technisierung gesellschaftlicher Zukunft durch die Herstellung und Darstellung von Prototypen. Nachhaltigkeit interessiert ihn aus zeit- und techniksoziologischer Perspektive: Er möchte verstehen, wie Nachhaltigkeitsdiskurse sozio-ökologische Probleme in technoszientifische Lösungen transformieren. Sascha Dickel ist Träger des Philosophischen Buchpreises 2014. Aktuelle Publikation: Personal Health Science (2018): Persönliches Gesundheitswissen zwischen Selbstsorge und Bürgerforschung. Wiesbaden: Springer (Hg. mit Nils B. Heyen und Anne Brüninghaus)

Benjamin Görgen, M.A. studierte Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialpsychologie und Soziologie an den Universitäten Köln und Münster. Seit 2014 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Münster und promoviert dort zum Thema Nachhaltige Lebensführung. Er ist Mitglied des Arbeitskreis Gemeinschafts- und Nachhaltigkeitsforschung und Mitherausgeber des Open-Access-Journals „Soziologie und Nachhaltigkeit – Beiträge zur sozial-ökologischen Transformationsforschung“. Seine Forschungsschwerpunkte sind Umweltsoziologie, Nachhaltigkeitsforschung, Protest- und Bewegungsforschung, Praxistheorien und empirische Sozialforschung.

Matthias Groß, Prof. Dr.

Anna Henkel, Prof. Dr., ist Professorin für Kultur- und Mediensoziologie an der Leuphana Universität Lüneburg. Zuvor war sie Juniorprofessorin für Sozialtheorie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und promovierte nach einem Studium der Ökonomie zur »Soziologie des Pharmazeutischen«. Ihre Forschungsschwer­punkte liegen in der soziologischen Theorie sowie der Wissens-, Materialitäts- und Nachhaltigkeitsforschung. Sie verbindet gesellschaftstheoretische Pers­pektiven mit empirischer Forschung, etwa bei der Frage nach dem Wandel von Verantwortungsverhältnissen. Sozialtheoretisches Denken zum Verstehen und Erklären sozialer Tatsachen zu nutzen, ist ihr zentrales Anliegen. Nachhaltigkeit ist für sie in zweierlei Hinsicht relevant: Einmal untersucht sie Nachhaltigkeit als ein gesellschaftliches Phänomen, das unter bestimmten Bedingungen entsteht und in seiner Deutung selbst umkämpft ist. Zudem versteht sie Nachhaltigkeit als eine Perspektive, die komplexe Rückkopplungsverhältnisse und damit eine gewisse Unverfügbarkeit als Prämisse annimmt.

Jens Köhrsen, Prof. Dr., ist Assistenzprofessor am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP) der Universität Basel. Er hat Soziologie, Philosophie und evangelischen Theologie (Mag.), Sozialwissenschaften (Dipl.) und Wirtschaftswissenschaften (Dipl.) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Universidad de Buenos Aires studiert. 2013 hat er mit einer Arbeit über die Argentinische Pfingstbewegung im Fach Soziologie an der Universität Bielefeld und der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris promoviert. Er forscht zu den Themenfeldern urbaner nachhaltiger Wandel, soziale Ungleichheit, Religion und nachhaltige Entwicklung und der Pfingstbewegung in Lateinamerika.

Jens Jetzkowitz, PD Dr.

Nico Lüdtke, Dr., studierte von 1999 bis 2006 Soziologie sowie Philosophie und Neuere Geschichte an der Technischen Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. 2013 promovierte er in Soziologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, wo er von 2007 bis 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter war. Derzeit ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung“, Institut für Soziologie und Kulturorganisation, Leuphana Universität Lüneburg. Aktuelle Themenschwerpunkte: Nachhaltigkeit und transdisziplinäre Forschung, Innovations- und Wissensprozesse. Forschungsgebiete: Wissenschaftssoziologie, soziologische Theorie (insb. Sozialtheorie), qualitative Sozialforschung, Wissenssoziologie, historische Soziologie.

Sighard Neckel, Prof. Dr.

Thomas Pfister, Dr.

Simone Rödder, Dr.

Matthias Schloßberger, PD Dr.

Björn Wendt, Dr., arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Münster. Als Mitglied des dort ansässigen Arbeitskreises Gemeinschafts- und Nachhaltigkeitsforschung und Mitherausgeber der Beitragsreihe Soziologie und Nachhaltigkeit – Beiträge zur sozial-ökologischen Transformationsforschung setzt er sich dafür ein die Vielfalt soziologischer Perspektiven für die Nachhaltigkeitsforschung fruchtbar zu machen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Politische Soziologie (insbesondere Elitensoziologie und Protest- und Bewegungsforschung), soziale Ungleichheit und Macht, Utopieforschung und Wissenssoziologie sowie verschiedene Themen der Umweltsoziologie und Nachhaltigkeitsforschung. Neben dem  Verhältnis von Umweltbewusstsein und Umweltverhalten sowie nachhaltigkeitsbezogenen Formierungsprozessen zivilgesellschaftlicher Akteure liegt sein gegenwärtiger Fokus vor allem auf der Verbindung von Utopie-, Macht- und Nachhaltigkeitsforschung.

Assoziierte Mitglieder und Gäste des Netzwerks

Weert Canzler, PD Dr., Wissenschaftszentrum Berlin

Anita Engels, Prof. Dr., Universität Hamburg

Stefan Kaufmann, Prof. Dr., Universität Freiburg

Katharina Manderscheid, Prof. Dr., Universität Hamburg

Thomas Melde, Dr., akzente GmbH, München

Dirk Scheer , Dr., ITAS Karlsruher Institut für Technologie

Falk Schmidt, Dr., IASS Potsdam

Elisabeth Shove, Prof., Lancaster University

Wissenschaftliches Netzwerk – Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft