Netzwerktreffen

Erstes Treffen des DFG Netzwerks am 23. und 24. März 2017 an der Leuphana Universität Lüneburg — Programm

Zweites Treffen des DFG Netzwerks am 9. und 10. Oktober 2017 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Auf dem zweiten Treffen [Link zum Programm] standen einerseits die allgemeinen Ziele des Netzwerkes, seine zentrale Leitfragen und mögliche soziologische Zugriffe auf Nachhaltigkeitsphänomene sowie andererseits das Themenfeld des Klimawandels im Zentrum der Diskussion. Zunächst wurden die Ergebnisse aus Arbeitsgruppen zu den Themen „Macht und Nachhaltigkeit“, „Fortschritt und Nachhaltigkeit“, „Subjekte der Nachhaltigkeit“ und „Transdiziplinarität und Nachhaltigkeit“ vorgestellt und diskutiert. Im Anschluss fokussierte sich die Diskussion auf der Grundlage von Vorträgen von Anite Engels (Universität Hamburg) und  Thomas Melde (akzente GmbH, München) auf die Frage nach der Rolle der Soziologie in der Klimadebatte. Wie ist einerseits ein spezifisch soziologischer Zugriff auf das Phänomen des Klimawandels andererseits aber zugleich auch eine Anschlussfähigkeit an inter- und transdisziplinäre Diskurse und Akteure möglich? Schließlich wurde aus der Diskussion über diese Fragen eine erste Heuristik mit drei Zugängen zu einer Soziologie der Nachhaltigkeit erschlossen: 1. ein deskriptiv-empirischer, 2. ein normativ-entwerfender sowie 3. ein gestaltend-spezifischer Zugang.

Drittes Treffen des DFG Netzwerks am 15. und 16. März 2018 an der RWTH Aachen — Programm

Viertes Treffen des DFG-Netzwerks am 11. und 12. Oktober 2018 an der LMU München
Das vierte Treffen des Netzwerks [Link zum Programm] war zunächst der Weiterführung der inhaltlichen Debatte mit Karl-Werner Brand zum Verständnis und der Rolle einer „Soziologie der Nachhaltigkeit“ gewidmet, die zuvor in der Zeitschift SuN startete und auf dem Soziologiekongress in Göttingen fortgeführt wurde. Im Anschluss daran wendete sich die Diskussion dem Thema „Boden“ – als einem der vier vom Netzwerk verhandelten Sachthemen (neben Energie, Klimawandel und Mobilität) – zu. Auf Basis der Impulsvorträge von Stefan Kaufmann  (Universität Freiburg) zum Thema „Soziologie der Landschaft“ sowie von Falk Schmidt (IASS Potsdam), der über die „Globale Agenda 2030 (SDGs) und Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Hoffnung für Böden & Wasser?“ referierte, wurden die in den vorherigen Treffen entwickelten Zugänge einer Soziologie der Nachhaltigkeit am gewählten Themenfeld erprobt.

Fünftes Treffen dews DFG-Netzwerks am 21. und 22. März 2019 an der HU Berlin
Das fünfte Netzwerktreffen widmete sich dem Thema „Nachhaltige Mobilität“ [Link zum Programm]. Eingeladen waren hierfür zwei Gäste. Aus einer sozialtheoretischen Perspektive sprach Katharina Manderscheid (Universität Hamburg) über „Nachhaltige Mobilität: eine soziologische Dimensionalisierung“. Sie plädierte ausgehend vom „mobilities paradigm“ (Sheller/Urry) für eine Kritik an einer nur beschreibenden soziologischen Beschäftigung mit Verkehr, Mobilität und Nachhaltigkeit: Am Beispiel einer auf Michel Foucault basierenden Dispositivanalyse der Automobilität rekonstruierte sie das Verhältnis des Automobils zu gesellschaftlichen Strukturen, Praktiken, Subjektivierungen und Landschaften, um so die Notwendigkeit und Möglichkeit von Transformationen hin zu nachhaltigerer Mobilität besser zu verstehen.
Weert Canzler (Wissenschaftszentrum Berlin) referierte zum Thema „Abschied vom Auto? Verkehrshandeln zwischen Disruption und Pfadabhängigkeit“. Er beleuchtete ausgehend von der gegenwärtigen nicht nachhaltigen Situation des Verkehrssektors mögliche zukünftige Entwicklungen. Am Beispiel der Automobilität zeigte er die Gestaltungsmöglichkeiten von nachhaltiger Mobilität zwischen Disruptionen und Pfadabhängigkeiten auf. Voraussetzungen für eine nachhaltige Mobilität sind für Canzler vor allem eine Ablösung des Verbrennungsmotors, generell weniger Fahrzeuge in den Städten und ein Ausbau digitaler Mobilitätsangebote mit deren Hilfe die bisherige Nutzung von Autos zurückgedrängt werden könnte: Perspektivisch könne so der Wunsch nach urbaner Lebensqualität mit der Gestaltung von nachhaltiger Mobilität verknüpft werden.

Auf dem Treffen wurde zudem die institutionelle Verstetigung des bestehenden Netzwerkes über das Förderende im Jahr 2020 hinaus als Arbeitskreis verschiedener Sektionen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) diskutiert.

 

Wissenschaftliches Netzwerk – Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft